Dienstag, 26. Juli 2016
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Die ersten 3 Monate in den USA

Erfahrungsbericht
WELTBÜRGER-Stipendiatin
Priscilla S. - USA

Stipendium gestiftet durch:

YFU



Reise/Flug:

Am Donnerstag den 22.08.2013 um ca. 3uhr morgens begann meine große Reise auf die ich schon lange gewartet hatte. Plötzlich war der Tag gekommen. Es ging in die USA(Michigan) und das nicht nur für paar Wochen- sondern für ein ganzes Jahr. Meine Mutter weckte mich, irgendwie waren alle schon wach und fertig, nur noch ich musste schnell duschen und mich fertig machen. Ich war noch sehr gelassen aber als wir dann meine Koffer runter zum Auto brachten merkte ich so langsam wie die Aufregung stieg. Als  wir dann alle im Auto saßen (Mama, Papa, Schwester und Bruder) und Richtung Flughafen fuhren, guckte ich aus dem Fenster und schaute mir meine geliebte Stadt Hamburg zum letzten Mal an. 30 Minuten später waren wir dann auch schon am Flughafen angekommen. Wir sahen schon vom weiten die ganzen yfuler. Waren bei den blauen Shirts auch nicht zu übersehen. Wir trugen alle ein blaues T-Shirt mit der Aufschrift „In der Welt zuhause“ und dazu ein blauer Brustbeutel mit unseren Namen und paar Information. Nicht sehr modisch aber naja.

 

Wir waren ziemlich viele Schüler ein paar kannte ich auch von meiner vbt (Vorbereitung Tagung) und hatte somit die Möglichkeit ein bisschen mit Ihnen zu schnacken, wir alle schienen ein bisschen nervös zu sein was ja normal ist. Als die Mitarbeiter von yfu uns dann  noch ein paar Information mitteilten ging es dann schon zum Ticket drucken, dass musste jeder selber am Flughafen machen, anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten aber nach 2-3 versuchen hatte ich mein Ticket in der Hand. From Hamburg to Frankfurt, from Frankfurt to Washington from Washington to Chicago from Chicago to Saginaw (Michigan). Oh ja ich hatte eine  lange Reise vor mir- aber erst mal war  verabschieden angesagt.


Die war gar nicht so schlimm, ich habe schon ein bisschen geweint, aber ich wollte keine große Sache draus machen, umarmte sie alle ganz feste und paar Minuten später war ich auch schon reibungslos durch die Kontrolle gegangen und wartetet mit anderen yfu Austauschschülern auf den ersten Flug nach Frankfurt. Die Flüge waren sehr lang und anstrengend, ein paar Schüler und Ich mussten über 5 Stunden in Frankfurt auf den nächsten Flug nach Washington warten, das war sehr anstrengend da wir alle sehr müde waren. Mit  Übernachtung in Chicago war ich dann irgendwann angekommen. MICHIGAN HERE I AM .

 

Schüleraustaucsh USA

 

 

Wohnort/Schule/little Star:

Ich lebte in einem sehr kleinen Haus mit meiner Gastmutter und meinen drei jüngeren Gastschwestern in Akron. Akron ist ein Tuscola County Michigans. Die Bevölkerung liegt so ca. bei 500 Einwohnern, was eine sehr große Umstellung für mich war, da ich als Großstadt Kind, (Hamburg mit über 1,7 Millionen Einwohnern)  so was nicht gewohnt bin. In dem Ort gab es nicht wirklich viel, eine kleine Kirche, einen Mini Kiosk und einen Post Office, wo sie sich ihre Briefe holen können. Und Drumherum die kleinen Häuser, mehr auch nicht. Das war zuerst natürlich ein Schock für mich, da ich so was nicht gewohnt bin, aber ich habe mich unteranderem für das Auslandsjahr auch entschieden um eine neue Kultur und Lebensart kennen zu lernen, deshalb war ich bereit es kennen einzugehen. Die ersten Tage war ich sehr müde auf Grund der Zeitumstellung, jedoch ging es dann aber auch nach 3-4 Tagen. Zum Glück begann die Schule nicht sofort, sondern erst in 8 Tagen und ich hatte Zeit mich drauf vorzubereiten. Die High School die ich besuchte war die  Akron-Fairgrove High School. Eine sehr kleine High school mit insgesamt ca. 160 Schülern. In der High School werden die Klassen nicht nur mit Nummern bezeichnet, die Schüler der einzelnen Klassenstufen tragen außerdem besondere Namen: die Neuntklässler heißen freshmen, die Zehntklässler heißen sophomores, die Elftklässler heißen juniors und die Zwölftklässler heißen seniors. Ich bin als Senior eingestuft, da Ich in Deutschland auch in der 12 Klasse wäre und ja auch schon 18 Jahre alt bin. Jeden Morgen habe ich mit meiner Gastschwester den Bus um 7:15 genommen und sind dann mit anderen Schülern der High school zur Schule gefahren. Die Fahrt ist nicht lang, nur 8-10 Minuten. Die erste Stunde beginnt um 7:50 und Schulschluss ist um 3:00 pm. Ich fiel sofort auf, alle waren sehr freundlich zu mir und haben mir sehr viele Fragen gestellt, manche Fragen waren echt komisch sowie „Wisst ihr deutschen was Basketball ist?“ oder „Sind die Englischen leider auf Deutsch, im deutschen Radio? “Bist du die einzige dunkelhäutige in Deutschland?“ Und vieles mehr. Aber ich habe es Ihnen nicht übel genommen, und sie einfach aufgeklärt. Ich war sofort Mitglied des Volleyballteams und das hat super viel Spaß gemacht. Wir hatten fast jedes Wochenende spiele und sind dann gemeinsam mit dem gelben  Schoolbus zu den Spielen gefahren, das war immer sehr witzig.

 

Schüleraustausch Sport USA

 

Neben Spanisch, Team sports, Englisch, US Government, Statistics(Mathe), Biologie und American History, war ich froh auch in der Schulband zu sein, da ich Musik liebe. Die Band klasse war sehr begehrt und dadurch immer sehr voll, ich hatte grade noch so einen Platz bekommen. Mein Band Lehrer hörte mich einmal singen und war so fasziniert das es schon gleich hieß, „ Du singst auf jeden Fall  die National Hymne bei dem kommenden Football spiel“  Ich war noch nicht mal 1 Monat in Amerika und hatte schon die ehre die Hymne auf dem großem Vikings  Spiel zu singen. Ich war sehr aufgeregt als der Sprecher durch die Lautsprecher mich ankündigte „ Today we have the honor to hear our foreign exchange student Priscilla singing the National anthem please everybody get up“.

 

„...and the home of the braaaaave“  Alle standen auf, fingen an laut zu klatschen und zu Jubeln.  Dieses tolle Ereignis werde ich niemals vergessen. Nach diesem Aufritt kannte mich aber dann ganz Akron. 
Ich habe nach einem Monat die Familie gewechselt, und musste somit die Schule ebenfalls wechseln.  Leben tue ich  jetzt in Caro, sie hat ca. 4,300 Einwohner, eine Halbestunde Auto Fahrt von Akron, wo ich vorher war. Und Ich muss sagen ich liebe es hier, ich hatte zuerst bisschen Angst, dass ich keine Freunde finden würde, da die Caro High school viel grösser ist, und somit mehr Schüler hat, aber es lief alles gut. Ich habe sofort Freunde gemacht und es bringt einfach Spaß auf die Caro High School zugehen. Meine Fächer hier sind Yearbookclass, U.S Governemnt, Teamsports, Spanish und Choir..

 


Homecoming dance:

Ich hatte mich sehr auf das  Homecoming dance gefreut und es hat sehr viel Spaß gemacht. Alle haben sich sehr schick gemacht, die Mädchen waren in schönen Kleidern und die Jungs sahen auch sehr gut aus in Ihren Hemden. Ich wurde Zwei Wochen vor Homecoming von meinem guten Freund Anthony gefragt ob ich mit ihm dort zusammen hingehen würde- ich habe natürlich ja gesagt.  Meine Schule hatte die ganze Cafeteria ausgeräumt, somit hatten  wir Platz zum Tanzen den ganzen Abend lang. Der Dj hat sehr gute Musik gespielt, und es gab auch etwas zu Knabbern und zu trinken (natürlich alkoholfrei) Ich hatte so viel Spaß ich werde den Abend nicht vergessen, und zum Glück haben wir ja auch viele Bilder gemacht. Doch vor dem „Homecoming dance“ gab es einen Tag zuvor das große und leider letzte Football spiel meiner Schule den „Tigers“. An dem Abend wurde die Homecoming Queen und der Homecoming King gekrönt, ich war sehr beeindruckt. Das Spiel hatten wir leider verloren, trotzdem hatten wir alle großen Spaß- und das ist ja auch die Hauptsache.

 

Meine Familie und Ich verstehen uns sehr gut, Ich lebe mit meiner Gastmutter und meinem 13 Jährigen Gastbruder. Wir gehen jeden Sonntag gemeinsam in die Kirche, oder Spielen manchmal einfach  zusammen Karten, schauen gemeinsam Football im Fernsehen. Mein Bruder und Ich spielen auch sehr oft Basketball vor unserem Haus.  Ich habe auch eine Gastschwester die 21 Jahre alt ist, die lebt jedoch nicht mehr hier, die studiert in Grand Rapids, das ist zwei Auto stunden von Caro. Wir haben sie aber schon sehr oft besucht da sie auch Volleyball spielt, und wir sind auf fast jeder Ihrer Spiele dabei. Also habe ich auch  schon eine große Stadt Michigans gesehen, und sie ist wunderschön.

 


Wetter/Freizeit:

Das Klima in Michigan hat eine Sonderstellung im Vergleich zu den restlichen Vereinigten Staaten. Dies liegt an der Nähe zu den Großen Seen. Diese geben Michigan ein milderes Klima im Vergleich zu anderen Staaten derselben geographischen Breite. Es ist feucht und kontinental (weltweit eine recht seltene Kombination) und liegt in der kühlgemäßigten Klimazone. Im August bist zu Oktober war es noch ganz ok, es zwar schon frisch geworden, jedoch konnte ich noch mit Lederjacke raus, aber seit November ist es sehr kalt. Es hat sogar angefangen zu schneien. Deshalb bleibt meine Lederjacke im Schrank, und die Winterjacke her.

 

In meiner Freizeit treffe ich mich sehr oft mit Freunden, und wir gehen ins Theater oder sind einfach  bei einem Zuhause. Caro hat leider keine Shopping Mall oder so etwas, deshalb geht man hier meistens zu einem  nach Hause und verbringt dort die Zeit. Auf meiner Schule sind mit mir insgesamt 8 Austauschüler, 5 aus Deutschland und die restlichen 3 aus, Brasilien, Schweiz & den Ukraine. Wir verstehen uns alle sehr gut, und treffen uns auch sehr oft außerhalb der Schule, es bringt großen Spaß mit Ihnen über unser gemeinsames Erlebnis ein Jahr USA sprechen zu können.

 

High School Year USA

 

Ich habe in den  ‘‘nur“  3 Monaten schon echt sehr viel erlebt, und ich freue mich auf die tollen Ereignisse die noch kommen, jetzt steht Thanksgiving und Weihnachten an der Tür, mal sehen wie das wird, bis dahin
Priscilla ( Michigan)