Mittwoch, 26. September 2018
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Schüleraustausch in New Mexico - Thanksgiving, Weihnachten und eine neue Gastfamilie

 

Erfahrungsbericht
WELTBÜRGER-Stipendiatin
Felisa M.
Stipendium gestiftet durch:
Carl Duisberg Centren



Schüleraustausch USA



Weitere dreieinhalb Monate nach der Homecoming-Nacht sind an mir vorbei geflogen und zusammen mit einer Flut aus unvergesslichen Ereignissen bin ich nun in das neue Jahr 2018 gerutscht. Ursprünglich war für mich geplant, kurz vor Weihnachten nach Hause zu reisen, jedoch hatte sich bereits nach einem Monat der Wunsch entwickelt mein Auslandsjahr zu verlängern. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass ich meinen Auslandsaufenthalt unvollständig abgeschlossen hätte, wenn ich nach einem halben Jahr nach Hause geflogen wäre. Die Weihnachtszeit war für mich der Zeitpunkt, an dem ich mich vollkommen eingelebt hatte, und ich hätte es nicht übers Herz gebracht, meine neue Heimat so schnell wieder zu verlassen. Außerdem war mir bewusst, dass im zweiten Halbjahr weitere tolle Erlebnisse auf mich warten, welche mich besonders emotional bereichern würden.

 


Verlängerung


Als ich den Wunsch einer Verlängerung gegenüber meinen Eltern äußerte, reagierten sie überaus unterstützend und setzten sich daran mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Meine Mutter nahm Kontakt zu meiner Organisation, meiner deutschen Schule und meiner amerikanischen High-School auf und besprach mit den Verantwortlichen den Prozess einer Verlängerung. Das Lehrergremium meines Gymnasiums in Deutschland stimmte zu, dass ich verlängern dürfe ohne die 10. Klasse wiederholen zu müssen.  Nach Ausfüllen einiger Dokumente wurde die Verschiebung meines Abflugdatums erfolgreich umgesetzt, und nun kann ich mein Auslandsjahr bis Ende Mai in vollen Zügen genießen!


Die Verlängerung meines Auslandsjahres brachte jedoch einige Veränderungen mit sich, da meine ursprüngliche Gastfamilie geplant hatte, mich nur ein halbes Jahr aufzunehmen, und ich somit meine Gastfamilie wechseln musste. Eine Freundin von meiner High-School bot mir großzügiger Weise an, zu ihr nach Haus zu ziehen. Sie wohnt nur eine Straße von meiner damaligen Gastfamilie entfernt und die beiden Familien sind eng miteinander befreundet. Meine erste Gastfamilie hat mir versichert, dass ich jeder Zeit willkommen bin und dass sie weiterhin einen innigen Kontakt zu mir pflegen werden.

 


Schulleben


Anfangs hatte ich Schwierigkeiten eine Balance zwischen der Zeit, die ich in Sport und der Zeit, die ich in Schulaufgaben investierte, zu finden. Wie im letzten Bericht erwähnt, dauerte mein Volleyballtraining von 17:00 bis meistens 19:45 Uhr. Daher hatte ich nach Schulschluss und vor dem Training nur ein kleines Zeitfester, um all meine Hausaufgaben zu bearbeiten. Dadurch stand ich unter permanentem Druck, da ich nicht bis spät abends am Schreibtisch sitzen wollte.

 

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Je besser ich jedoch die Lehrer und ihre Unterrichtsweise kennenlernte, desto enger wurde der Kontakt zu meinen amerikanischen Schulkameraden. Im Laufe der Zeit fiel es mir immer leichter komplexere Aufsätze zu verfassen, die Hausaufgaben ordentlich und schnell zu erledigen und mich im Unterricht mündlich zu beteiligen.


Das erste Semester wird mit sogenannten „Finals“ beendet; das sind Abschlussprüfungen in jedem Fach, die den gesamten Semesterstoff abdecken. Das Wochenende vor den Finals verbrachte ich mit intensivem Lernen, da die erzielte Prozentzahl 20% der Endnote beeinflusst. Am Montag waren die Finals in der ersten, dritten, fünften und siebten Stunde vorgesehen und am Dienstag wurden sie in der zweiten, vierten und sechsten Stunde geschrieben. Das Lernen hat sich gelohnt und ich habe gut abgeschnitten. Nun konnte ich mich umso mehr auf meine Winterferien freuen!

 

 

Besondere Erlebnisse


Am Wochenende nach dem Homecoming feuerte ich erneut das Football Team bei einem Heimspiel an und ging danach mit meinen Freunden  in eine beliebte Pizzeria, um den Abend ausklingen zu lassen. Am Sonntag unternahmen wir einen Familienausflug in den Zoo und schossen fleißig Bilder von Elefanten, Giraffen und Krokodilen. Am nächsten Wochenende fuhr ich zusammen mit anderen Austauschschülern nach Santa Fe zu einem Erlebnismuseum, auf dem wir Esel fütterten, Weintrauben mit unseren Füßen zerstampften und Haarbänder aus Blumen und Pflanzen flochten. An einem Donnerstag planten wir die Schwester meiner Gastmutter zu überraschen, die für ihren Geburtstag von Texas einfliegen sollte. Verkleidet mit verrückten Kostümen fuhren wir gemeinsam zum Flughafen und empfingen sie mit einer lauten Happy-Birthday Melodie, die wir auf kleinen Mundharmonikas spielten. Die Überraschung war gelungen und sogar die umgebende Menge klatschte zum Geburtstagslied mit. 

 

Am Freitag verabredete ich mich mit Freunden zum Essen bevor wir für ein Footballspiel zur Schule der Gegnermannschaft fuhren. Dieses Spiel war ein besonderes Ereignis, da eine große Rivalität zwischen meiner High-School und der anderen herrscht. Die Stimmung war unbeschreiblich: Bei jedem Punkt für unsere Mannschaft tobte die Menge und warf Mehl in die Luft, sodass überall weiße Köpfe aus der Menge ragten. Pulsiert von dem Teamgeist und triumphierend über den Gewinn kehrte ich spät abends nach Hause zurück.

 

Einige Stunden später wachte ich um 4:30 Uhr morgens auf, um mich auf den Weg zur Balloon-Fiesta zu machen. Die Albuquerque International Balloon Fiesta ist das größte Heißluftballon-Festival der Welt und findet jährlich für neun Tage im Oktober statt. An diesem Tag stiegen etwa 500 Heißluftballons in die Luft und die Farbenszenerie, die sich im Himmel zeigte, war wirklich wunderschön. Die verschiedenen Variationen der Ballons reichten von einer Kuh bis zu dem Kopf von Darth Vader und Yoda. Auch wenn die eisige Kälte meine Hände erfrieren ließ, war das Festival ein unvergessliches und atemberaubendes Ereignis. Am nächsten Tag stand ein Road-Trip auf dem Plan, mit dem Ziel wandern zu gehen und frische Bergluft zu schnappen. Ausgerüstet mit leckeren Sandwiches und Wanderschuhen marschierten wir entlang eines Flusses und bewunderten am späten Nachmittag den Sonnenuntergang auf der Bergspitze.

 

Am darauffolgenden Freitag trat ich mit meinem Chor auf dem ersten Konzert auf, wobei ich insgesamt drei Stücke mitsang. An einem anderen Wochenende organisierte meine Gastmutter ein Treffen für alle Austauschschüler; am Vormittag tätigten wir Freiwilligenarbeit, indem wir Essen für Bedürftige vorbereiteten und einpackten, dann folgten ein Ausflug in eine schöne Berglandschaft in Albuquerque und Eis essen als Belohnung für die Leistung unserer müden Füße. Später abends ging ich noch mit Freunden auf eine Halloween-Party.

 

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Meine Gastfamilie und ich flogen das nächste Wochenende mit einer Zwischenlandung in California nach Arizona, um den Sohn meiner Gasteltern zu besuchen. Zum Lunch aßen wir im berühmten In-N-Out, da ich schon immer einmal die Burger dort probieren wollte. Danach sahen wir uns eine Weile auf einem türkischen Kulturfest um, kosteten traditionelle Snacks, hörten uns türkische Lieder an und klatschten den Tänzern beim Tanzen zu. Abends unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang entlang einem wunderschönen Bergpfad und unternahmen einen kleinen Abstecher zum Hard-Rock Café. 

Am nächsten Morgen begaben wir uns zum allbekannten Grand Canyon, den ich bisher nur von Bildern aus dem Internet kannte. Mein Gastvater fuhr uns zu verschiedenen Stellen des Nationalparks, damit wir die riesige Schlucht aus unterschiedlichen Blickwinkeln bewundern konnten. Die Aussicht war fantastisch, und ich schoss unheimlich viele Fotos von diesem Naturwunder. Wir übernachteten in einem Hotel nahe des Grand Canyons, um die Schönheit der Schlucht auch am nächsten Tag genießen zu können. Am späten Nachmittag steuerten wir wieder den Flughafen an und kamen nachts erschöpft in Rio Rancho an.  

 

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An einem anderen Wochenende veranstaltete meine Gastmutter einen sogenannten „Potluck“ für alle Austauschschüler und deren Gastfamilien. Jeder Schüler bereitete ein typisches Gericht von seiner/ihrer Heimat zu und zusammen erstellten wir ein Buffet aus vielseitigen Köstlichkeiten, die spanischen Omelettes bis hin zu französischen Macarons reichten. Nach dem Essen folgten kleine Spiele und der Gewinner erhielt einen Preis.

 

Mitte November ging die Volleyball-Saison zu Ende und damit eine Zeitspanne von anstrengenden Trainingseinheiten und spannenden Wettkämpfen. Die erfolgreiche Saison wurde mit einem Banquet gekrönt; einem Abendessen mit allen Teammitgliedern, Coaches und Eltern der Spielerinnen. Für den speziellen Anlass wurde der Saal eines Restaurants reserviert, festlich dekoriert und mit einem köstlichen Buffet ausgestattet. Im Laufe des Abends wurden Fotos und kleine Videos abgespielt, Reden gehalten und Urkunden verteilt. Der Hauptcoach widmete jeder seiner Spielerinnen einige Sätze, meistens verpackt in seinem lustigen Humor.

 

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Auch die Football-Saison hatte ein Ende gefunden und machte der Basketball-Saison Platz. Meine Freunde und ich gingen zum ersten Spiel und nach einem haushohen Sieg aßen wir in einem Restaurant zu Abend. Am 23. November stand der langersehnte Thanksgiving Tag, zu dem wir von der Familie meiner Gastmutter eingeladen waren, vor der Tür. Bepackt mit Kartoffelbrei, deutschem Krautsalat und brasilianischem Nachttisch, die wir am vorherigen Tag zubereitet hatten, machten wir uns am frühen Vormittag auf dem Weg zu dem Familienfest. Außer uns hatten sich bereits andere Verwandte versammelt, und es herrschte eine gemütliche, familiäre Atmosphäre. Zur Mittagszeit schnitten wir den Truthahn an und eröffneten somit das Festessen.

Nachdem alle Bäuche gefüllt waren, legten wir eine Ruhephase ein, in der sich jeder entweder zum Mittagsschlaf hinlegte oder mit sich selbst beschäftigte. Den Rest des Tages gingen wir spazieren, sahen uns Filme an und spielten –natürlich - Gesellschaftsspiele. Der nächste Tag war nicht weniger aufregend: Fast alle Geschäfte boten im Rahmen des „Black Fridays“ Sonderangebote, Rabatte und Werbegeschenke an. Nach einem erfolgreichen Shopping-Nachmittag wählten wir ein Barbecue-Restaurant für das Mittagessen.

 

Am Samstag trafen wir uns mit meiner zukünftigen Gastfamilie zum Wandern in Ponderosa, New Mexico, und anschließendem Essen in einem mexikanischen Restaurant. Anfang Dezember besuchte ich zusammen mit meiner Gastfamilie und einer Freundin ein Weihnachtsfest in Albuquerque. Man konnte im Schein der bunten Lichter Weihnachtslieder singen, heiße Schokolade genießen und kleine Weihnachtsgeschenke erwerben. Anlässlich eines Christmas-Spirit-Week’s veranstaltete meine High-School einen Filmabend, an dem der klassische Weihnachtsfilm „Kevin allein zu Hause“ gezeigt wurde. Meine Freunde und ich machten es uns in kuscheligen Decken auf dem Boden der Cafeteria gemütlich, aßen Popcorn und hatten riesigen Spaß.

 

In derselben Woche fand eine Kunstshow statt, an der ich aufgrund meines Töpfer-und-Skulptur-Kurses teilnehmen musste. Die Kunstwerke der Schüler wurden dort ausgestellt, und wir mussten diese bewerten und ein Arbeitsblatt mit Fragen beantworten. Im Laufe der letzten Schulwoche fuhren meine Gastfamilie und ich zur Abschlusstanzperformance meiner Gastschwester, die über das Semester mit ihrer Gruppe einen Tanz choreographiert hatte. Es war sehr amüsant all die verschiedenen, kreativen Tänze zu sehen und die teils unerwarteten Talente meiner Schulkameraden haben mich erstaunt. Am Sonntagabend vor den Finals setzten wir uns ins Auto und machten eine kleine Tour durch die Nachbarschaft, um all die wunderschönen Weihnachtslichter zu bestaunen. Und Leute, ihr könnt es mir glauben, die Amerikaner sind verrückt, wenn es um Weihnachtsdekorationen geht!

 


Abschied von meiner Gastschwester


Zum Abschied von ihren Freunden reservierte meine Gastschwester einen Tisch im Red Lobster, einer Sea-Food-Kette, und lud alle ihre engen Freunde ein. Wir nutzten den Anlass auch um die Weihnachtsgeschenke von unseren Wichteln auszutauschen. Ich hatte zufälligerweise den Namen meiner Gastschwester gezogen und daher ein Silberarmband von Thomas Sabo mit unseren Initialen eingravieren lassen. Sie hat sich sehr über mein Geschenk gefreut und wird es nun jeden Tag als Erinnerung an mich tragen. Der Abschied war sehr emotional und ich war unglaublich froh, dass ich noch einige Tage mit ihr verbringen durfte. Wir alle konnten es nicht fassen, wie schnell die Zeit doch vergangen war…


Am nächsten Tag kauften wir Eintrittskarten für den „River of Lights“, einen Park in Albuquerque, der mit tausend bunten Lichtern dekoriert ist. ATEMBERAUBEND UND UNVERGESSLICH. Am 21. Dezember flogen die Eltern, die Großeltern und der Bruder meiner Gastschwester aus Brasilien ein und unsere Gasteltern bestanden darauf, sie am Flughafen als Überraschung abzuholen. Meine Gastschwester fieberte dem Moment der Wiedervereinigung entgegen, da sie nicht zuletzt oft mit Heimweh gekämpft hatte. Der Augenblick, als meine Gastschwester endlich ihre Familie in die Arme schließen konnte, war sehr schön und ich fragte mich unwillkürlich wie es wohl sein wird, meine Familie und Freunde wiederzusehen. Ihre Eltern umarmten auch mich ganz fest, bezeichneten mich als ihre zweite Tochter und beteuerten mehrere Male, dass ich zu jeder Zeit in Brasilien willkommen sei und sie besuchen kommen sollte.

 

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Den Tag darauf gaben meine Gastschwester, eine andere brasilianische Austauschschülerin und ich eine Tour durch unsere High-School und aßen danach in einem Restaurant namens „Cheesecake-Factory“ zu Mittag. Später wurden meine Gasteltern und ich von der Familie meiner Gastschwester zum Abendessen in ein schickes Restaurant eingeladen, um uns alle besser kennenzulernen. Am Samstag begleitete ich ihre Familie auf einen Tagesausflug zu den „Sandia-Mountains“, wobei wir eine Trambahn bis zur Bergspitze nahmen. Als wir im Hotel, in dem die Familie über die Tage übernachtete, angekommen waren, schwammen meine Gastschwester und ich noch im privaten Schwimmbad. Am Abend musste auch ich Abschied nehmen, was mir besonders schwer gefallen ist. Über die Monate sind wir enger und enger zusammen gewachsen; sie ist wie eine Schwester für mich geworden. Die 9.500 km zwischen Brasilien und Deutschland mögen uns zwar geographisch trennen, aber uns ganz bestimmt nicht daran hindern, weiterhin einen innigen Kontakt zu pflegen.

 


Weihnachten


Meine Wohlfühlkurve ist zur Weihnachtszeit aufgrund verschiedener Faktoren drastisch gefallen. Der Hauptkoeffizient war Heimweh, da die Weihnachtszeit für mich eine besondere familiäre Bedeutung hat und es das erste Mal war, dass ich Heiligabend ohne meine Familie verbrachte. Ganz besonders vermisste ich die Weihnachtstraditionen, wie das köstliche Festessen, die Kirchenmesse oder auch das Läuten von Glocken, wenn meine Mutter das Geschenkeauspacken eröffnet. Außerdem vermisste ich meine Gastschwester, die einen Tag vor Weihnachten abgereist war, was meine Traurigkeit zusätzlich verstärkte.


Weihnachten bei meinen Gasteltern war ziemlich unspektakulär, da ihre Kinder vor langer Zeit ausgezogen sind und deswegen nicht mehr daran gewohnt sind, ein üppiges Fest zu feiern. Meine Gastfamilie pflegt jedoch die Tradition am Heiligabend nach Santa Fe zu fahren, wo viele Menschen eine bestimmte Straße entlangschlendern, die mit tausend Lichtern geschmückt ist. Meine zukünftige Gastschwester schloss sich uns an und zusammen tranken wir heißen Kakao, hielten an Feuerstellen an, um Weihnachtslieder zu singen, und plauderten dabei mit verschiedenen Leuten.

 

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Am 25. Dezember versammelten wir uns am Morgen um einen sehr kleinen, bedauerlicherweise ungeschmückten Tannenbaum und packten Geschenke aus. Der Höhepunkt war das Weihnachtsessen am Abend, wobei Roastbeef, Kartoffelbrei und Salat serviert wurden und dann mit einem leckeren Kuchen als Nachtisch abgerundet wurde.

 


Neue Gastfamilie


Am nächsten Tag beluden wir das Auto mit meinen zwei Koffern und einigen Kisten und fuhren eine Straße hoch zu meiner neuen Gastfamilie. Ich hatte die Familienmitglieder schon am Anfang meines Auslandsjahres kennengelernt und mich schon öfter mit ihnen auf Familienfesten oder gemeinsamen Ausflügen unterhalten, was von Anfang an für eine lockere Stimmung sorgte. Stück für Stück wurde ich zum zweiten Mal in das Familienleben eingefädelt, Stück für Stück baute ich eine neue Routine auf. Meine Gastfamilie und ich kommen großartig miteinander zurecht und kleine Missverständnisse oder Probleme werden schnell aus dem Weg geräumt. Meine Gastschwester stellt mich zahlreichen Leuten vor, so dass ich jetzt schon viele neue Freunde gewonnen habe. Zum Neujahr veranstalteten wir eine Silvesterparty mit Schwarzlicht und rutschten mit all unseren Freunden ins neue Jahr.

 

Mit Beginn des Jahres 2018 wurde auch die zweite Halbzeit meines Auslandsjahres eingeläutet. Mein Neujahrsvorsatz ist, mit der besten Einstellung durch das Jahr zu gehen. Nur einige Monate verbleiben, deswegen ist es umso wichtiger, das Beste aus jedem Tag herauszuholen. Kauert nicht alleine im Zimmer rum, schließt euch nicht vom Familienleben aus, reißt die Türen auf und verkündet: „ICH BIN HIER!“