Donnerstag, 22. August 2019
Herzlich Willkommen bei Weltbürger-Stipendien!

Meine Sprachreise nach Edinburgh

Erfahrungsbericht
WELTBÜRGER-Stipendiatin
Dorothee W. - Schottland
Stipendium gestiftet durch:
ESL Sprachreisen


Sprachreise Stipendium England


Mit gepacktem Koffer und voller Erwartungen machte ich mich Anfang Mai auf den Weg nach Edinburgh, Schottland: Meine 6-wöchige Sprachreise stand an!


Ich persönlich liebe das Gefühl, wenn man am Flughafen ist, seine Lieben verabschiedet hat und mehr als bereit ist für das Abenteuer, das im Ausland auf einen wartet. Nach einem kurzen, angenehmen Flug nahm ich den Shuttle, der zwischen Edinburgh Airport und der Innenstadt verkehrt, und machte mich, dort angekommen, voll bepackt auf die Suche nach meiner WG, in der ich die nächsten Wochen leben sollte.

 

Meine neue Wohnung sollte zwar nur 20 Minuten Fußweg entfernt sein, doch gestaltete sich der Weg schwieriger als gedacht: Ich musste in die Old Town laufen, die sich, im Gegensatz zur New Town, auf einem Hügel erstreckt. Auch die Pflastersteine, die charakteristisch sind für die Old Town Edinburghs, machten meinen Fußmarsch mit dem schweren Rollkoffer nicht weniger anstrengend. An meiner Wohnung angekommen wurde ich von meiner Mitbewohnerin, einer Chinesin die an der University of Edinburgh studiert, herzlich empfangen und in mein Zimmer geführt. Das war zwar ziemlich klein, aber die Lage hat alles getoppt: mitten in der Old-Town gelegen konnte ich meine Sprachschule innerhalb von 20 Minuten zu Fuß erreichen und der St.Arthurs Seat, ein nicht mehr aktiver Vulkan von welchem man den besten Ausblick über die Stadt hat, war quasi direkt vor meiner Haustür.

 

An meinem ersten Tag startete ich dann direkt eine Erkundungstour durch Edinburgh und war direkt begeistert von der Atmosphäre der schottischen Hauptstadt, die sehr stark an Harry Potter erinnert. Kein Wunder, dass sich J.K. Rowling in Edinburgh von den steinernen Gebäuden und engen Gassen inspirieren ließ…

 

Sprachreise Schottland Stioendium

 


Müde von all den Eindrücken meines ersten Tages fiel ich schließlich ziemlich früh ins Bett – das war auch besser so, denn am darauffolgenden Tag stand mein erster Schultag im British Study Centre an. Ich muss zugeben, dass ich schon ziemlich aufgeregt war, als ich mich auf den Weg zur Schule machte. Dort angekommen war meine Aufregung und meine Angst allerdings ziemlich schnell verflogen, denn ich wurde herzlich von einer Mitarbeiterin der Schule empfangen und nach einem kurzen Einstufungstest in ein Zimmer geführt, wo bereits all die anderen Schüler warteten, die ebenfalls Ihren ersten Tag hatten.

 

So kam man schnell ins Gespräch und ich lernte drei Mädels aus der Schweiz kennen, die bald zu sehr guten Freundinnen von mir wurden. Auch in meinem Kurs selbst, der sowohl aus neuen als auch aus alten Schülern bestand, fühlte ich mich vom ersten Tag an wohl. Das lag sicherlich auch an meiner tollen Lehrerin Sam, einer echten Schottin, die alles dafür tat dass wir uns von Beginn an wohl fühlten.

 


In der Sprachschule besuchte ich einen Vorbereitungskurs für das Cambridge Advanced Examen, welches ich nach meinem 6-wöchigen Kurs in Edinburgh ablegte. Speziell für diesen Kurs habe ich mich im Voraus entschieden, da ich das Examen für zwei Studiengänge benötige und es auch später für ein Auslandssemester hilfreich sein könnte. Die CAE-Prüfung besteht immer aus  einem mündlichen und schriftlichen Teil – und für beide ist eine gute Vorbereitung essentiell, um den Test nicht nur zu bestehen, sondern auch ein gutes Endergebnis zu erreichen.

 

Das Examen kann man zwar auch in Deutschland ablegen, doch ist es meiner Meinung nach sinnvoll, einen Auslandsaufenthalt mit der Prüfungsvorbereitung zu verbinden. Besonders für den mündlichen Teil profitiert man davon, eine längere Zeit in einem englischsprachigen Umfeld zu leben: so kann man die Sprachbarriere leicht überwinden und die mündliche Prüfung mit einem gestärktem Selbstbewusstsein meistern. Ein weiterer Vorteil von einem Vorbereitungskurs im Ausland ist außerdem, dass man Gesprächssituationen, wie sie in der Prüfung auftreten, mit den anderen Kursteilnehmern trainieren und üben kann. So wussten wir alle bereits, was auf uns zukommen wird!

 


Ich muss zugeben, dass wir uns in den ersten Wochen des Kurses eher weniger auf die Prüfungsvorbereitung als auf unser Freizeitprogramm konzentrierten… doch das gehört zu einem Auslandsaufenthalt natürlich auch dazu – schließlich wollte ich, neben verbesserten Englischkenntnissen, auch die schottische Kultur erleben und Land und Leute kennenlernen. So kam es, dass wir, besonders am Anfang, viele Freizeitangebote der Sprachschule nutzten: nach dem Kurs machten wir beispielsweise eine kostenlose Stadtführung durch Edinburgh mit oder besuchten mit anderen Sprachschülern den großen Botanischen Garten der Stadt.

 

Immer donnerstags trafen sich zudem Schüler zum Conversation Club in einem typisch schottischen Pub: das war immer eine gute Gelegenheit, um auch mal mit Teilnehmern aus anderen Kursen ins Gespräch zu kommen, mit denen man ansonsten nicht viel zu tun hat. Diese Donnerstagabende werden bei mir immer in guter Erinnerung bleiben – mit Gleichgesinnten aus aller Welt (Schweiz, Saudi-Arabien, Frankreich, Spanien, China, Südkorea…) zu lachen, zu diskutieren und einfach einen entspannten Abend zu haben, ist ein tolles Erlebnis. Meiner Meinung nach war es auch super, dass sich manchmal auch Lehrer der Sprachschule zum Conversation Club gesellten, wodurch sich nicht nur eine entspannte und lockere Atmosphäre außerhalb, sondern auch innerhalb der Sprachschule entwickeln konnte.

 

Stipendiatin Sprachreise Edinburgh


Die Schule bot neben Aktivitäten unter der Woche zudem Ausflüge am Wochenende an: so kam es, dass meine Freunde und an einem Samstag in die schottischen Highlands fuhren. In einem Minibus schipperten wir dann mit anderen Schülern und unserem schottischen Reiseführer und Busfahrer in einem zum Loch Lomond, einem wunderschönen See, wo wir die Möglichkeit bekamen, eine Stunde die Umgebung zu erkunden. Nach einem Picknick in der Sonne ging es dann weiter durch die Highlands zum Stirling Castle, einer beeindruckenden Burg, die auf einem Vulkanfelsen im kleinen Ort Sitrling zu finden ist. Auch hier bekamen wir Zeit zur freien Verfügung: die nutzten wir, um uns ein leckeres Shortbread (süßes, typisch schottisches Gebäck) in einem Café zu gönnen und die mittelalterliche Altstadt auf uns wirken zu lassen.

 

Zusammenfassend war der Tagesausflug wirklich ein tolles Erlebnis, besonders da man sich um nichts kümmern musste und mit einem Schotten unterwegs war, der sich auskannte und uns mit  interessanten, und amüsanten, Informationen versorgte. Wenn man älter ist und keine Schwierigkeiten mit Linksverkehr hat würde ich allerdings empfehlen, ein Leihauto zu mieten: dann zahlt man vielleicht etwas mehr als 45 Pfund wie wir für den geführten Tagesausflug, doch ist man flexibler und kann sich selbst entscheiden, welche Orte man für welchen Zeitraum gerne besuchen möchte.

 


Da Edinburgh eine Stadt ist unglaublichen vielen Freizeitmöglichkeiten, war der beschriebene Ausflug der einzige, den ich unternahm – die restlichen Wochenenden verbrachte ich in der Stadt. Ich muss zugeben, dass ich Edinburgh vor meiner Sprachreise total unterschätzt habe. Die schottische Hauptstadt zählt heute allerdings zu einer meiner Lieblingsstädte, und das aus vielen Gründen: da der Stadtkern eher klein ist, kann man alles sehr gut fußläufig erreichen und spart sich so Kosten für die teuren öffentlichen Verkehrsmittel. Begeistert war ich außerdem von der Essenskultur der Stadt, da man an jeder Ecke indische, chinesische, malaysische, italienische oder japanische Restaurants findet und die Stadt vor kleinen, individuellen Cafés nur so wimmelt.

 

Da ich während meines Aufenthalts fast durchgehend sonniges Wetter hatte, konnte ich auch die vielen Parks und Grünanlagen Edinburghs nutzen: besonders gefallen hat mir der Park Meadows direkt neben der Universität, wo alle Studenten nach den Vorlesungen relaxen, grillen oder eine Runde Sport machen. Dort war immer was los und die Atmosphäre entspannt! Daneben bietet auch der Park Royal Street Garden, zwischen Old- und Newtown gelegen, die Möglichkeit, dem Getümmel der Stadt zu entfliehen und sich trotzdem noch mitten im Zentrum zu befinden.

 

Sprachreise Edinburgh Stipendium

 

Bekannt ist Schottland auch für die vielen urigen Pubs, die überall im Land zu finden sind: auch meine Freunde und ich haben die Pub-Kultur Edinburghs selbst erlebt und haben immer ein ganz besonderes Pub besucht, wo jeden Mittwoch Ceilidh getanzt wurde. Das ist ein typisch schottischer Tanz, den man entweder zu zweit oder in einer größeren Gruppe auf Dudelsack-Musik tanzt. Während wir anfangs eher die stillen Beobachter waren, haben wir ab dem zweiten Mal selbst mitgemacht und so die schottische Tanzkultur am eigenen Leibe erleben können. Heute denke ich immer noch gerne an diese Abende voller Spaß und Lebensfreude zurück!

 


Abschließend muss ich sagen, dass mein Sprachaufenthalt in Schottland ein unvergessliches und außergewöhnliches Erlebnis war. Ich habe nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessert und ein international anerkanntes Sprach-Examen abgelegt, sondern tolle neue Freunde aus aller Welt gefunden. Außerdem ist mir die Stadt Edinburgh unglaublich sehr ans Herz gewachsen, da ich persönlich nur positive Erfahrungen gesammelt und mich sehr wohl gefühlt habe.

 

Grundsätzlich möchte ich allen zukünftigen Sprachschülern auf den Weg geben, dass Offenheit, Freundlichkeit und Interesse an Land, Kultur und Leuten der Schlüssel ist zu einem erfolgreichen Auslandsaufenthalt, egal wohin die Reise führt. Aus seiner Komfort-Zone auszubrechen und sich auf eine Fahrt ins ,,Blaue‘‘ zu begeben erscheint anfangs sicherlich ein wenig angsteinflößend und ungewiss, doch man merkt schnell, wie viel eine solche Erfahrung zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung beiträgt.

 

Stipendium ESL Sprachreise


Ich bin sehr glücklich mit meiner damaligen Entscheidung, die Sprachreise mit ESL organisiert zu haben und kann einen solchen Sprachaufenthalt nur empfehlen!